Die groben Anfänge
1982 geboren und aufgewachsen auf der Insel Usedom. Anstatt mich damals mit PCs zu beschäftigen, was sowieso nicht möglich war, hatte ich total viel anderen Blödsinn im Kopf, aber nicht das Programmieren. Ich selbst hätte niemals gedacht, dass mich der Weg dorthin treibt. Mit 15 fing ich dann langsam an, normal zu werden, da ich durch ein Schulpraktikum auf der Baustelle mit Älteren in Kontakt kam, von denen ich lernte, dass meine bisherige Lebenswahl nicht unbedingt erstrebenswert ist. Ein gutes Jahr nach meinem Praktikum kam ich das erste Mal mit dem Programmieren in Kontakt, Auslöser war hier auch die Baustelle, da ich mir eigentlich die Bauzeichnung aneignen wollte. Damals gab es für mich noch kein Internet, da das alles noch viel zu teuer war und in den Kinderschuhen steckte, und auf so ein 56k-Modem hatte ich sowieso keine Lust, da ich das von Freunden kannte. Anstatt mich also mit den Plänen zu beschäftigen, habe ich viel mehr hinterfragt, wie das alles so funktioniert, und bin irgendwie auf Quick-Basic gestoßen. Dafür gab es damals nur ein massives digitales Handbuch auf DOS-Ebene, welches man nur mit dem Cursor bedienen konnte und nicht mit einem Mauszeiger. Mein erstes Spiel auf diese Weise zu programmieren fühlte sich an wie eine wilde, monatelange Solo-Mission, aber ich habe es ins Ziel geschafft. Auf dieser ersten Labyrinth-Tour habe ich das von der Konsole UNIVERSUM bekannte Tischtennis nachgebaut.
Dies führte dazu, dass ich mich über kleine Umwege für ein Fernstudium mit Schwerpunkt auf C++ entschieden habe und nebenbei mit DirectX 7 experimentierte. Ehrlich gesagt bin ich mit C++ nie weitergekommen. Trotzdem gelang es mir irgendwie, mit 3D Studio Max und dem Watcom Compiler eine einfache 3D-Stadt zu bauen, in der man herumgehen konnte. Kollisionserkennung war mir noch zu kompliziert, deshalb konnte man einfach durch Wände hindurchgehen. Finanzielle Schwierigkeiten zwangen mich schließlich dazu, mein Studium abzubrechen, während ich als Zeitarbeiter in Berlin ständig am Hungertuch knapperte. Ursprünglich war Berlin als Übergangsphase geplant, um mich weiter in der Spieleentwicklung ausprobieren zu können, doch genau das Gegenteil war der Fall. Statt zu programmieren, rannte ich jeden Tag zu anderen Arbeitgebern und genoss damals nach Feierabend viel zu viel Bier am Dönerladen, um überhaupt noch Tasten bedienen zu können.

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